WordPress Website erstellen für Anfänger: Der komplette Leitfaden

Adrian Ruile

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WordPress Website erstellen für Anfänger: Der komplette Leitfaden

Wer heute im Internet erfolgreich sein will, kommt an einem Namen kaum vorbei: WordPress. Was einst nur eine einfache Blogging-Software war, ist heute das weltweit meistgenutzte Content-Management-System. WordPress betreibt mittlerweile fast jede zweite Website, die man im Netz findet – und das aus gutem Grund: Die Software ist flexibel erweiterbar und auch für Anfänger ohne Programmierkenntnisse nutzbar. Wie man selbst eine WordPress-Website erstellt, erklären wir Schritt für Schritt in diesem Leitfaden.

Wordpress Webseite erstellen Grafik

Kann man als Anfänger eine WordPress-Seite selbst erstellen?

Ja, mit einem passenden Hosting und modernen Homepagebaukästen lässt sich eine WordPress-Seite auch ohne technisches Vorwissen relativ leicht umsetzen. 

Im Vergleich zu Baukastensystemen wie Wix oder Squarespace bietet WordPress deutlich mehr Freiheit, denn mit WordPress lassen sich Design, Funktionen und Erweiterungen fast unbegrenzt anpassen. Während Baukästen vor allem wegen ihrer Einfachheit so beliebt geworden sind, ist es bei WordPress zusätzlich die Skalierbarkeit, die gerade für Unternehmen ein wichtiger Vorteil sein kann.

Die Verbreitung spricht dabei ebenfalls für sich: Über 43 % aller Websites weltweit laufen mit WordPress, im CMS-Bereich liegt der Marktanteil sogar bei über 61 %. Und genau deshalb gibt es auch eine so riesige Auswahl an Themes, Plugins und Anleitungen. Das führt dazu, dass täglich über 600 neue Websites über WordPress erstellt werden. 

Der nächste Wettbewerber, Shopify, liegt übrigens bei nur ca. 6,7 % Marktanteil, gefolgt von Wix (ca. 5,3 %) – das zeigt nochmal die große Dominanz von WordPress. 

Der Einstieg erfordert zwar ein bisschen Einarbeitung, die Grundlagen lassen sich aber in kurzer Zeit sicher anwenden.

Was braucht man für eine WordPress-Website?

Mit den richtigen Basis-Komponenten lässt sich eine WordPress-Website relativ schnell erstellen. Diese vier Punkte sind dabei immer die Grundlage:

  • Domain (Webadresse): Die Domain ist die Adresse der Website im Internet, z. B. “meinefirma.de“. Für deutsche Zielgruppen ist eine .de-Domain am besten. Über Anbieter wie IONOS oder united-domains lässt sich eine Domain einfach registrieren und verwalten.
  • Webhosting (Serverplatz): Hosting stellt den Speicherplatz bereit, auf dem die Website läuft. Shared Hosting reicht für den Einstieg völlig aus, da Anbieter wie IONOS, All-Inkl oder STRATO spezielle Einsteigerpakete anbieten, die schon die WordPress-Installation, SSL-Zertifikate und Basis-Sicherheit enthalten.
  • WordPress-Installation: WordPress selbst ist kostenlos und kann entweder manuell von wordpress.org installiert oder per 1-Click-Installation direkt im Hosting-Panel eingerichtet werden.
  • SSL-Zertifikat (HTTPS): Ein SSL-Zertifikat ist unerlässlich für eine sichere Verbindung und daher heute Standard. Moderne Hoster bieten das meist kostenlos an. Zusätzlich verbessert HTTPS die Sichtbarkeit bei Google.

Die Kosten bleiben dabei überschaubar: Domains starten oft bei etwa 1 € pro Jahr, Hosting bei rund 3–5 € monatlich. Man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass die Kosten bei vielen Verträgen nach dem ersten Jahr ansteigen. Extrem günstige Preise bedeuten manchmal auch eingeschränkte Ressourcen oder Support – für einfach gehaltene Seiten ist das aber meist kein Problem.

WordPress-Installation: So geht es Schritt für Schritt

Für die Installation von WordPress gibt es zwei Wege: die 1-Click-Installation über das Hosting-Panel und die manuelle Installation per Upload. Für Einsteiger ist die 1-Click-Variante klar zu empfehlen, da sie schnell und ohne technisches Vorwissen funktioniert. Die manuelle Installation kommt eher dann zum Einsatz, wenn kein entsprechender Installer beim Hoster verfügbar ist oder wenn man genau weiß, was man installiert.

Die meisten Hosting-Anbieter stellen die 1-Click-Installation direkt im Kundenbereich bereit. Dabei werden alle notwendigen Dateien automatisch eingerichtet, sodass die Website innerhalb weniger Minuten einsatzbereit ist.

Schritt-für-Schritt: 1-Click-Installation

  1. Beim Hoster einloggen und das Hosting-Panel öffnen
  2. WordPress-Installation starten (meist unter “Apps“, “Websites“ oder “Softaculous“)
  3. Domain auswählen und Admin-Zugangsdaten festlegen
  4. Installation abschließen und WordPress-Backend über “/wp-admin“ aufrufen

Tipp: Die Zugangsdaten für den Admin-Bereich sicher speichern, idealerweise in einem Passwort-Manager. Diese Daten werden später für den Login und die Verwaltung der Website benötigt.

Wordpress admin backend

WordPress: Erste Schritte nach der Installation

Nach der Installation sind einige Grundeinstellungen notwendig. Diese wenigen Minuten sparen später viel Aufwand:

  1. Sprache und Zeitzone einstellen: Unter “Einstellungen → Allgemein“ die Sprache und Zeitzone festlegen.
  2. Permalinks anpassen: Unter “Einstellungen → Permalinks“ die Struktur auf “Beitragsname“ setzen. Das verbessert die SEO-Struktur der URLs.
  3. Standard-Inhalte löschen: Die vorinstallierte “Musterseite“ und der Demo-Beitrag können gelöscht werden.
  4. Startseite festlegen: Unter “Einstellungen → Lesen“ eine Startseite festlegen.
  5. Kommentare deaktivieren (optional): Falls keine Blogfunktion benötigt wird, lassen sich Kommentare unter “Diskussion“ abschalten.

Welche WordPress-Themes eignen sich für Einsteiger?

Ein Theme bestimmt, wie die Website aussieht – Farben, Schriftarten, Layoutstruktur und auch welche Funktionen zur Verfügung stehen, werden darüber festgelegt. 

Für den Einstieg eignen sich besonders:

Kostenlose Themes:

  • Astra: leichtgewichtig und sehr flexibel
  • Kadence: moderne Designs und einfache Bedienung
  • GeneratePress: schnell und stabil

Diese drei kostenlosen Themes gibt es alle aber auch als Pro-Version.

Premium-Themes:

  • Divi: integrierter Page Builder mit vielen Designoptionen
  • Elementor Pro: maximale Gestaltungsfreiheit durch Drag-and-Drop

Wichtige Auswahlkriterien für ein Theme:

  • Regelmäßige Updates und aktive Weiterentwicklung
  • Gute Bewertungen im WordPress-Verzeichnis
  • Kompatibilität mit Plugins
  • Responsives Design für mobile Geräte

Premium-Themes sind kein Muss, sparen jedoch oft Zeit beim Aufbau professioneller Layouts, weil man meist mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Funktionen hat.

Was ist bei WordPress-Seiten für Firmen zu beachten?

Unternehmenswebsites verfolgen bestimmte Ziele: beispielsweise Sichtbarkeit, Vertrauen, Conversions und ein klares Design. Und genau deshalb unterscheiden sie sich auch deutlich von privaten Blogs.

Wichtige Bestandteile sind:

  • Startseite mit klarem Leistungsversprechen
  • Über-uns-Seite für Vertrauen und Positionierung
  • Leistungsseiten mit konkreten Angeboten
  • Kontaktseite mit Formular und Kontaktdaten
  • Impressum und Datenschutzerklärung (rechtlich verpflichtend).

Neben dem Inhalt spielt auch die Technik eine große Rolle. Ladezeiten und Core Web Vitals beeinflussen nämlich direkt das Google-Ranking. Ein hochwertiges Hosting zahlt sich deshalb langfristig aus.

Tipp: Wer die Umsetzung nicht selbst übernehmen möchte oder einfach eine professionelle, fertige Unternehmenswebsite wünscht, findet bei der WordPress Agentur Ruile Digital passende Unterstützung.

Die wichtigsten WordPress-Funktionen im Überblick

WordPress ist viel mehr als nur ein Blog-System. Hier sind die wichtigsten Funktionen, die gerade für Einsteiger relevant sein können:

  • Block-Editor (Gutenberg): Seit der Version 5.0 nutzt WordPress Blöcke als modulares System, um Inhalte wie Texte, Bilder oder Buttons anzuordnen. Jedes Element ist ein eigener Baustein, der sich gestalten und per Drag-and-Drop verschieben lässt.
  • Seiten vs. Beiträge: Seiten werden meist für zeitlose Inhalte wie das Impressum oder die Kontaktseite genutzt, die nicht chronologisch sortiert sind. Beiträge sind eher für aktuelle Blog-Artikel gedacht, erscheinen in einem Feed und werden meist auch mit Kategorien oder Schlagworten organisiert. 
  • Medienbibliothek: Zentrale Verwaltung aller Bilder, Videos und Dateien, die einmal hochgeladen wurden und dann meist immer wieder verwendet werden können.
  • Benutzerrollen: Mit Rollen wie Administrator, Redakteur oder Autor lässt sich genau festlegen, wer welche Änderungen an der Website vornehmen darf.  
  • Updates: Regelmäßige Updates von WordPress, Themes und Plugins sind entscheidend für Sicherheit und neue Funktionen.

Rechtliche Aspekte: Was muss eine WordPress-Seite erfüllen?

In Deutschland gelten klare gesetzliche Vorgaben für alle, die eine Website betreiben – das gilt auch für Einzelpersonen oder Gründer, sobald die Seite nicht mehr rein privat-familiär ist. Die Einhaltung der Regeln schützt vor kostspieligen rechtlichen Konsequenzen:

  • Impressumspflicht: Gemäß dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) (ehemals § 5 TMG) ist ein vollständiges Impressum für geschäftsmäßige Angebote zwingend erforderlich. Es soll leicht auffindbar sein und Angaben wie Name, Adresse, direkte Kontaktmöglichkeiten (E-Mail/Telefon) sowie ggf. USt-ID oder Handelsregisternummer enthalten.
  • Datenschutzerklärung nach DSGVO: Eine detaillierte Datenschutzerklärung ist Pflicht, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, was bei WordPress fast immer der Fall ist (z. B. durch IP-Adressen in Server-Logs oder Kontaktformulare) und auch sobald auch nur eine externe Ressource eingebunden ist (Google Fonts, Analytics etc.)
  • Cookie-Consent: Für technisch nicht notwendige Cookies (z. B. Marketing oder Analytics) ist eine aktive Einwilligung des Nutzers vor dem Laden erforderlich. In WordPress lässt sich das über Plugins wie Borlabs Cookie oder Complianz steuern, die rechtssichere Banner einbinden.

Hinweis: Impressum und Datenschutz sind keine optionalen Extras – das Fehlen / Fehler können zu Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbände führen und neben den Abmahnkosten drohen auch noch Bußgelder durch Aufsichtsbehörden. Allein im Jahr 2025 meldeten die deutschen Aufsichtsbehörden insgesamt 249 DSGVO-Bußgelder mit einer Gesamthöhe von rund 46,9 Mio. Euro.

Plugins installieren: Das brauchst du wirklich am Anfang

Weniger ist hier oft mehr, denn unnötig viele Plugins machen die Seite langsamer. Also lieber 5 gute, als 20 schlechte Plugins installieren. 

Empfohlene Basis-Plugins:

  • Yoast SEO oder Rank Math: Für die SEO-Grundoptimierung, Meta-Tags für Google und automatisch erstellte XML-Sitemaps. Rank Math ist 2026 oft die modernere Wahl mit mehr Funktionen in der kostenlosen Version.
  • Wordfence Security oder Solid Security: Schutz vor Angriffen und Login-Versuchen.
  • UpdraftPlus: Automatische Backups in die Cloud (Google Drive, Dropbox), ist auch essenziell für die schnelle Wiederherstellung der Seite im Notfall. 
  • WP Rocket oder LiteSpeed Cache: Optimiert Ladezeiten durch Caching, minimiert CSS/JS-Dateien und verbessert die Core Web Vitals für eine schnellere Website. 
  • Contact Form 7 oder WPForms: Erstellung von DSGVO-konformen Kontaktformularen per Drag-and-Drop. WPForms gilt 2026 als benutzerfreundlicher als das altehrwürdige Contact Form 7.  
  • Complianz oder Borlabs Cookie: Sorgt für DSGVO-konformes Cookie-Banner und blockiert Skripte (wie Google Analytics) vor der Einwilligung des Nutzers. 

Hinweis: Plugins aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis bevorzugen und immer Bewertungen und letzte Aktualisierung prüfen.

Häufige Fehler bei der WordPress-Installation (und wie du sie vermeidest)

Damit deine Website von Tag eins an stabil, sicher und schnell läuft, solltest du diese typischen Fehler bei der WordPress-Installation unbedingt vermeiden: 

  1. Schwaches Passwort für WP-Admin: Einfache Passwörter sind ein Sicherheitsrisiko. Lösung: komplexe Passwörter und 2-Faktor-Authentifizierung nutzen.
  2. Kein SSL aktiviert: Ohne HTTPS wirkt die Website unsicher. Lösung: SSL im Hosting aktivieren und Weiterleitung einrichten.
  3. Falsche Permalink-Struktur: Unstrukturierte URLs erschweren SEO. Lösung: Über Einstellungen → Permalinks → ‚Beitragsname‘ wählen.
  4. Zu viele Plugins gleichzeitig: Überladung führt zu langsamer Website. Lösung: nur notwendige Plugins installieren und ggf. langsam erweitern.
  5. Keine Backups eingerichtet: Datenverlust kann existenzbedrohend sein. Lösung: UpdraftPlus direkt konfigurieren.
  6. WordPress / Plugin-Updates ignoriert: Veraltete Software ist anfällig für Angriffe. Lösung: regelmäßige Updates durchführen.
  7. Falsche Benutzerrechte: Zu viele Admins erhöhen Risiken. Lösung: Rechte nur gezielt vergeben.

FAQ: Häufige Fragen zum Erstellen einer WordPress Website

Ja, man kann WordPress auch kostenlos nutzen. Kosten entstehen lediglich für Domain und Hosting. Optional fallen Gebühren für Premium-Themes oder Plugins an.

WordPress bietet einen kostenlosen Tarif - wer mehr Funktionen, eine Domain und Co. will, kann aus verschiedenen Plänen wählen und zahlt dann zwischen 4 und 45 € pro Monat.

Der Hauptunterschied ist das Hosting: WordPress.com ist ein gehosteter All-in-One-Dienst (einfach, limitiert), während WordPress.org die selbstgehostete Open-Source-Software ist (volle Kontrolle, flexibel). WordPress.com eignet sich gut für schnelle Blogs, WordPress.org für individuelle, professionelle Websites.

Eine einfache WordPress-Website lässt sich in wenigen Stunden aufsetzen. Für eine vollständige Unternehmensseite sollten mehrere Tage eingeplant werden. Es kann auch eine WordPress-Agentur beauftragt werden.

Ja, auch Anfänger können eine Website mit WordPress erstellen, ganz ohne Programmierkenntnisse. Benutzerfreundliche Oberflächen, Drag-and-Drop-Editoren und tausende Designvorlagen (Themes) machen den Einstieg auch für Laien machbar.

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